Informationen

Schreibfedern

Die Entscheidung für die richtige Feder ist eine der Wichtigsten beim Kauf eines Füllers. Allgemeine Empfehlungen können hier nicht abgegeben werden, da diese von der Größe der Handschrift, vom Einsatzzweck, vom individuellen Empfinden und nicht zuletzt vom verwendeten Papier abhängt.

Strichstärke:

EF – extrafein, ca. 0,35 mm: für sehr feine und zierliche Handschrift. EF wird aber nur sehr selten verwandt, da sie auf herkömmlichen Schreibpapieren kratzt.

F – fein, ca. 0,45 mm: für feine und zierliche Handschrift. Der runde Schreibpunkt ist auch für Linkshänder geeignet.

M – mittel, ca. 0,55 mm: für normale Schriftgrößen geeignet. Der runde Schreibpunkt ist auch für Linkshänder geeignet.

B – breit, ca. 0,65 mm: für größere, kräftige Handschriften geeignet: Der runde Schreibpunkt ist auch für Linkshänder geeignet.

BB – besonders breit, ca. 0,85 mm: für große und sehr große Handschriften, besonders für theatralische Unterschriften, geeignet. Bei den meisten Herstellern ist der Schreibpunkt nicht mehr rund, sondern oval, so dass diese Feder nur bedingt für Linkshänder geeignet ist.

OM – oblique (franz. f. schräg) mittel, ca. 0,55 mm: Der abgeschrägte Schreibpunkt ergibt ein Schriftbild mit Kalligrafie-Effekt. Ungeeignet für Linkshänder.

OB - oblique (franz. f. schräg) breit, ca. 0,65 mm: Der abgeschrägte Schreibpunkt ergibt ein Schriftbild mit Kalligrafie-Effekt. Ungeeignet für Linkshänder.

OBB - oblique (franz. f. schräg) besonders breit, ca. 0,85 mm: Der abgeschrägte Schreibpunkt ergibt ein Schriftbild mit Kalligrafie-Effekt. Ungeeignet für Linkshänder.

L oder LH: entspricht OM mit dem Unterschied, dass die Abschrägung des Schreibpunktes für Linkshänder ausgelegt ist.

MK: Sonderform für Linkshänder der Fa. Lamy.

 

Die angegebenen Strichbreiten sind keine Normen. Die Federbreiten und die Strichstärke weichen bei den verschiedenen Herstellern voneinander ab. Für die von mir gefertigten Füller kann ich die Strichstärken F, M und B liefern, bin jedoch auf der Suche nach einem Hersteller mit passenden Federn für alle anderen Strichstärken.

 

Material:

Schreibfedern werden aus Edelstahl oder Goldlegierungen hergestellt.

Edelstahlfedern sind robust und für den täglichen Einsatz konzipiert. Schulfedern sind in der Regel ohne Oberflächenbeschichtung und ohne Verzierung. Edle Federn haben eine Rhodiumbeschichtung (silberfarben), Goldbeschichtung oder sind als Bicolorfeder ausgeführt. Die Optik wird häufig noch durch eine aufwändige Gravur aufgewertet.

Goldfedern sind im Schreibverhalten etwas weicher und empfindlicher gegen „zuviel Druck“. Häufig findet man aufwändige Gravuren und Firmensymbole auf solchen Federn, welche überwiegend in sehr teuren Füller verbaut sind.

 

Fast alle Federn verfügen über einen aufgelöteten Iridium-Schreibpunkt. Iridium, das seltenste Metall dieser Welt, verfügt über eine enorme Härte und ermöglicht ein verschleißfreies Schreiben über einen sehr langen Zeitraum.

 

Kugelschreiberminen

Funktionsweise:

Die Funktionsweise einer Kugelschreibermine ist denkbar einfach. Rollt die Kugel über das Papier, so nimmt sie Tinte aus dem Reservoir mit und überträgt sie auf das Papier. Nicht mehr ganz so einfach ist die Herstellung der Kugel für die Mine. Sie muss extrem hart sein und wird daher in der Regel aus keramischem Material oder aus hochwertigen Stahllegierungen hergestellt. Ebenso muss sie exakt rund sein, damit der Tintenfluss nicht gestört wird und das Abrollen auf dem Papier gleichmäßig erfolgt. Der Durchmesser einer Kugel beträgt bei den gängigsten Strichstärken 0,7 bis 1,4 mm.

Beispielfoto Minen Typ "Parker"

Strichstärken:

EF: Extra Feinstrich, kleiner als 0,3 mm

S: Super Feinstrich, ca. 0,3 mm

F: Feinstrich, ca. 0,4 mm

M: Mittelstrich, ca. 0,6 mm

B: Breitstrich, ca. 0,8 mm

XB: Extra Breit, ca. 1,0 mm

Strichlängen:

Die zu erzielende Strichlänge hängt vom Tintenvorrat und von der Strichbreite ab. Großraumminen, auch als Parkerminen bezeichnet, haben etwa einen 3 bis 5 fachen Tintenvorrat gegenüber den schlanken Minen. Manche Händler geben bei Großraumminen Strichlängen von bis zu 12 KM an.

 

Tinten:

Kugelschreiberminen werden mit einer schnell trocknenden Tintenpaste in den verschiedensten Farben befüllt. Dabei ist zu unterscheiden, ob die Tinte die Eigenschaft „Dokumentenecht“ hat oder nicht. Einen Beitrag über dokumentenechte Tinten finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Beispielfoto Mine Typ "Cross"

Qualitäten:

Sicherlich ist Ihnen schon aufgefallen, dass gute Minen von namhaften Herstellern deutlich besser schreiben, als welche aus billigen Werbekulis. Die Unterschiede dafür sind in der Produktion zu suchen: ist die Kugel exakt rund, die Aufnahme passgenau zur Kugel, aus welchem Material ist die Kugel gefertigt, wie ist die Oberfläche der Kugel ausgearbeitet, wurde eine billige, schmierende Tintenpaste eingefüllt oder findet eine schnell trocknende Qualitätspaste Verwendung. All diese Eigenschaften schlagen sich auch im Preis nieder. So hat eine Qualitätsmine von einem namhaften Hersteller fast den gleichen Preis wie ein 10er Pack eines billigen Werbekulis. Mein Tipp: Kaufen Sie Qualitätsminen, auch wenn Sie dafür 2 bis 3 Euro mehr aufwenden müssen. So eine Mine hält im Durchschnitt ein Jahr und Sie ersparen sich dadurch 1 Jahr Ärger.

NASA-Kugelschreiber:

Als eine moderne Saga gilt, dass die NASA für eine Million Dollar einen Weltraum-Kugelschreiber entwickeln ließ, während die Sowjetunion einfach einen Bleistift verwendet hat.

Dieser Weltraum-Kugelschreiber, oder besser gesagt die Mine dieses Kugelschreibers ist heute für jedermann erschwinglich. Fragen Sie in Ihrem Fachgeschäft nach einer Gasdruck-Mine. Damit können sie auch über Kopf oder auf schwierigem Untergrund Schreiben.

 

Rollberballminen

Funktionsweise:

Ein Rollerball, auch Tintenschreiber genannt ist ein Mittelding zwischen dem klassischen Füller und dem Kugelschreiber. Einerseits schreibt er mit flüssiger Tinte wie ein Füller, andererseits besteht die Schreibspitze aus einer Kugel, welche in eine Mine eingebaut ist. Das Schriftbild ist ähnlich dem eines Füllers, die Handhabung allerdings wiederum, wie bei einem Kugelschreiber. Ein Rollerball gleitet fast widerstandslos über das Papier, ist durch das Kugel-Schreibsystem so gut wie auslaufsicher und er Tausch der Mine geht ohne Tintenflecke auf Tisch oder Finger vonstatten. Die meisten Rollerballminen benötigen, wie ein Füller, eine dichte Schutzkappe, damit die Tinte an der Kugel nicht austrocknet. Inzwischen gibt es jedoch Minen, welche auch ohne Schutzkappe nicht austrocknen. Fa. Schmidt/Germany hat das Capless-System entwickelt, deren Tinte auf dem Papier sofort trocknet, jedoch nicht im Minensystem.

 

Strichstärken:

EF: extra Fein – Kugelgröße ca. 0,5 mm

F: Fein – Kugelgröße ca. 0,6 mm

M: Mittel – Kugelgröße ca. 0,7 mm

Die angegebenen Strichbreiten sind nicht genormt und können von Hersteller zu Hersteller variieren. Auch das verwendete Papier spielt bei der Strichbreite eine Rolle. Auf weichem Papier, bzw. Schreibunterlage sinkt die Kugel des Kugelschreibers tiefer ein und hinterlässt so einen breiteren Strich.

 

Farben:

Rollerballminen werden in den Farben Schwarz, Blau, Rot und Grün hergestellt. Die Farben Schwarz und Blau werden von der Fa. Schmitdt/Germany auch mit dokumentenechter Tinte geliefert.

 

Bleistiftminen

Minen für Bleistifte gibt es in über 20 verschiedenen Härten, in 7 Stärken und in den verschiedensten Farben. Für jeden Einsatzzweck gibt es die richtige Mine. Ob für kleine, zierliche Handschriften, für künstlerisches Malen, für technisches Zeichnen, für Aufmasse am Bau oder für Präsentationen am Flip-Chart.

 

Die gängigsten Härten:

B – weich: für große und breite Handschrift, sowie für künstlerisches Zeichnen.

HB – mittel: für normalgroße Handschrift, künstlerisches und technisches Zeichnen.

H – hart: für sehr kleine Handschrift und technisches Zeichnen.

 

Die gängigsten Stärken:

0,5 mm: für Feinminenbleistifte, erzeugen oft ein „kratzendes Gefühl“ auf weichen Papieren, müssen jedoch nicht angespitzt werden.

0,7 mm: für Feinminenbleistifte, gleiten weicher über das Papier, sind aber für sehr kleine Handschriften fast schon zu breit.

1,0 mm: für Fallminenbleistifte, eignen sich sehr gut zum Zeichnen, müssen jedoch meist angespitzt werden.

3,0 mm und 5,6 mm: für meine Sketch-Pencil. Diese Bleistifte sind durch ihre kräftige Mine und verschiedenen Farben hervorragend für künstlerisches Zeichen, Präsentationen am Flip-Chart und als Handwerker-Bleistift geeignet. Meist sind in den Bleistifen für diese Minen Anspitzer fest in der Endkappe eingebaut.

 

Dokumentenecht

Die ISO-Norm 12757-2 beschreibt, welche Eigenschaften ein dokumentenechtes Schreibmedium erfüllen muss. Im Wesentlichen darf die Tinte nicht ohne Spuren korrigierbar sein, darf bei einer definierten Dosis Sonnenlicht nicht verblassen, darf unter Einfluss von Wasser nur soweit verlaufen, dass die Schriftlinien sichtbar bleiben und muss gegen bestimmte Chemikalien und Lösungsmitteln resistent sein. Dokumentenechte Schreibminen oder Tinten tragen die Kennzeichnung „DOC“.

Herkömmliche Schreibtinten für Füller erfüllen diese Anforderungen nicht, sind also nicht Dokumentenecht. Eine Ausnahme gibt es. Eisengallustinte erfüllt die Anforderungen der ISO 12757-2 und ist im Fachhandel erhältlich. Dokumentenechte Tinte hat jedoch einen gravierenden Nachteil. Sollte diese Tinte im Füller austrocknen, ist eine aufwändige Reinigung durch einen Fachbetrieb nötig, da sich die Tinte in herkömmlichen Reinigungsmedien (Wasser) nicht mehr löst. 

 

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Gerhard Liebensteiner

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